Pressemitteilung

Kretschmann würdigt Dorfgasthof-Genossenschaft

10.06.2025
Marcus Gernsbeck

Ein Besuch mit Signalwirkung: Ministerpräsident Kretschmann würdigt das genossenschaftliche Engagement in Nehren und betont die Bedeutung kooperativen Wirtschaftens für Baden-Württemberg.

„Sei Teil und setze um, was Dich bewegt“ lautet das Leitmotiv des baden-württembergischen Jahrs der Genossenschaften 2025 – und anschaulicher als in Nehren kann es kaum verdeutlicht werden. Denn in der 4.500 Einwohner zählenden Gemeinde am Fuße der Schwäbischen Alb schlossen sich im Jahr 2016 Bürgerinnen und Bürger in einer Genossenschaft zusammen, um den sanierungsbedürftigen und pächterlosen Dorfgasthof „Schwanen“ zu erhalten. Gesagt – erfolgreich getan: 2017 wurde die Gaststätte wiedereröffnet. Heute ist der Schwanen ein etabliertes und erfolgreiches Restaurant mit Zimmern, das aus Nehren nicht mehr wegzudenken ist.

Darüber informierte sich zu Pfingsten Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei einem Vor-Ort-Termin – gemeinsam mit BWGV-Präsident Dr. Ulrich Theileis.

Engagement und Zusammenarbeit bereichern die ganze Gemeinde

„Kooperatives Wirtschaften hat in Baden-Württemberg eine lange und bedeutende Tradition. Unsere Genossenschaften tragen dazu bei, die regionale Wertschöpfung zu stärken, bürgerliches Engagement zu fördern und stehen somit für ein verantwortungsvolles und solidarisches Miteinander“, betonte Kretschmann in Nehren. Der Wiederaufbau des Gasthauses „Schwanen“ sei ein wunderbares Beispiel dafür, „wie Engagement und Zusammenarbeit eine ganze Gemeinde bereichern können.“

Pächter und Betreiber ist die „Gasthaus Schwanen Nehren eG“, getragen von rund 250 Mitgliedern. Dass das Ende des 18. Jahrhunderts urkundlich erwähnte Haus im Ortskern zur Erfolgsgeschichte wurde, liegt auch am Schulterschluss mit Gemeinderat und Verwaltung – das Gebäude ist in Gemeindebesitz. Die Vorstände Ulrich Kasperzack und Mehmet Söylemez führen die Genossenschaft. Für Söylemez war der Besuch „eine große Ehre und eine wertvolle Anerkennung unseres Engagements“.

Für BWGV-Präsident Theileis ist der Schwanen ein Paradebeispiel für genossenschaftliche Vielfalt: „Der Grundsatz ‚Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele‘ ist heute so aktuell wie zur Gründungszeit der Genossenschaften.“ In Baden-Württemberg gebe es rund 750 Genossenschaften in über 50 Branchen – von Banken über Energie- und Ärztegenossenschaften bis hin zu Schulinitiativen oder eben Dorfgaststätten.

Das Jahr der Genossenschaften soll diese Vielfalt sichtbar machen – in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. BWGV und Landesregierung setzen dafür auf Präsenz vor Ort und digitale Reichweite, etwa durch die Kampagne #genobawue. Ziel ist es, den gesellschaftlichen Mehrwert von Genossenschaften in den Mittelpunkt zu rücken – als Modelle für Mitbestimmung, Nachhaltigkeit und Zusammenhalt.

Mit rund 3,9 Millionen Mitgliedern ist etwa jeder dritte Einwohner Baden-Württembergs Teil einer Genossenschaft. Kein Wunder also, dass das Land als „Heimat der Genossenschaften“ gilt – mit Rückenwind bis hin zur Staatskanzlei.

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