
Genossenschaften stärken heißt das Land stärken
Die Landtagswahl 2026 wird richtungsweisend für die genossenschaftliche Wirtschaft. Der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband (BWGV) hat seine wichtigsten Forderungen an die künftige Landesregierung veröffentlicht.
„Genossenschaften gehören zu den bedeutendsten und mitgliederstärksten Wirtschaftsorganisationen in Baden-Württemberg. Damit sie ihr Potenzial entfalten können, brauchen sie faire politische Rahmenbedingungen und verlässliche Unterstützung durch die künftige Landesregierung.“ Dies fordert BWGV-Präsident Dr. Ulrich Theileis im Vorfeld der Landtagswahl 2026. Beim Parlamentarischen Abend des Verbands am Mittwoch, 12.11.2025 in Stuttgart macht er deutlich: „Genossenschaften sind unverzichtbar, wenn es darum geht, Zukunft zu gestalten – ob bei Energie, Landwirtschaft, Wohnen oder Gesundheits-versorgung. Die künftige Landesregierung muss das kooperative Wirtschaften weiter stärken. Genossenschaften stärken heißt das Land stärken.“ Der BWGV verstehe sich als Partner der Politik und stehe bereit, gemeinsam mit der Politik konstruktiv Lösungen für die aktuell großen Herausforderungen zu erarbeiten.
GENO TOP 5 – Klare Forderungen an die Landespolitik
Im Vorfeld der Landtagswahl im kommenden Jahr hat der BWGV seine wichtigsten Forderungen zur Stärkung der Genossenschaften im Land vorgestellt. Ziel ist es, die genossenschaftliche Idee als tragende Säule für wirtschaftliche Stabilität, regionale Wertschöpfung und soziale Teilhabe weiter zu verankern.
Im Mittelpunkt stehen die „GENO TOP 5“, die zentralen Anliegen der Genossenschaften an die Landespolitik. So fordert der Verband, genossenschaftliches Wirtschaften stärker in die Lehrpläne aufzunehmen, um ökonomische Bildung und gemeinschaftliches Handeln früh zu vermitteln. Zudem müsse das dreigliedrige Bankensystem dauerhaft gesichert werden, um eine verlässliche Finanzierung für Transformation und Innovation zu gewährleisten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamen Weiterentwicklung der Landwirtschaft. Die Ergebnisse des Strategiedialogs Landwirtschaft sollen aufgegriffen und genossenschaftliche Lösungen gezielt gefördert werden. Darüber hinaus fordert der BWGV, Bürgerwärmeprojekte zu stärken und passgenaue Programme für kleinere Wärmeversorger zu schaffen, um die Energiewende lokal voranzubringen. Schließlich müsse der Ausbau genossenschaftlicher Medizinischer Versorgungszentren (MVZ) unterstützt werden, um eine wohnortnahe und sichere Gesundheitsversorgung langfristig zu sichern.
Diskussion der Spitzenkandidaten
Ein Höhepunkt im Wahljahr wird das Zukunftsforum Genossenschaft „Landtagswahl spezial“ am 9. Februar 2026 in Stuttgart sein. Dort werden die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der Landtagsparteien gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft über die Zukunftsthemen des Landes diskutieren – und die Rolle, die Genossenschaften dabei spielen können.
Engagement über den Wahltag hinaus
Der BWGV versteht politische Interessenvertretung als dauerhafte Aufgabe. Auch nach der Wahl werde der Verband darauf hinwirken, dass genossenschaftliche Anliegen in der neuen Legislaturperiode umgesetzt werden – von Förderprogrammen über Gesetzesanpassungen bis hin zum Doppelhaushalt des Landes. „Wir gestalten mit – für ein starkes, nachhaltiges Baden-Württemberg, in dem gemeinschaftliches Wirtschaften Zukunft hat“, so Theileis.



